Interne Kommunikation Brand-Gui­de­li­nes erstel­len und losstar­ten

Unse­re Mar­ke ist das, was die Leu­te über uns sagen, wenn wir nicht im Raum sind. Das hat Jeff Bezos, der Grün­der von Ama­zon, ein­mal gesagt. War­um ist es wich­tig, das zu ver­ste­hen? Nun, weil nicht wir unse­re Mar­ke erschaf­fen, son­dern unse­re Kund:innen. Sie neh­men das, was wir ihnen geben, jeden noch so klei­nen Berüh­rungs­punkt mit unse­rem Unter­neh­men, und las­sen dar­aus ein Gefühl ent­ste­hen.


Wir kön­nen die­ses Gefühl nur in die eine oder ande­re Rich­tung len­ken, und es ist ent­schei­dend für den Erfolg unse­res Unter­neh­mens, dass wir das tun: Unser Unter­neh­men muss sich an jedem Kon­takt­punkt gleich anfüh­len. Ein Bau­stein auf die­ser Rei­se ist die Brand Gui­de­li­ne. Ein Nach­schla­ge­werk, das genau defi­niert, wie wir auf­tre­ten, und das es unse­ren Mit­ar­bei­ten­den erleich­tert, ein ein­heit­li­ches Bild zu ver­mit­teln.

War­um? Wie­der­erken­nung ist Trumpf!

Brand-Guideline August 10, 2023 Pascal Jodocy 6 min

Brand-Gui­de­li­ne – was ist das?

Brand Gui­de­li­nes sind gestal­te­ri­sche und inhalt­li­che Richt­li­ni­en, die ein ein­heit­li­ches Erschei­nungs­bild eines Unter­neh­mens sicher­stel­len. Dazu gehö­ren:

  • unse­re Unter­neh­mens­iden­ti­tät
  • unser Cor­po­ra­te Design
  • unse­re Unter­neh­mens­spra­che

Die­se müs­sen defi­niert wer­den, um den Erfolg des Unter­neh­mens zu sichern. Dabei ste­hen zwei Fak­to­ren im Mit­tel­punkt:

  1. das Unter­neh­men selbst mit sei­nen Wer­ten, Ansprü­chen und Leit­bil­dern
  2. die Ziel­grup­pe, die mit der Mar­ken­stra­te­gie erreicht wer­den soll.

Nor­ma­ler­wei­se gehört die Ent­wick­lung einer Mar­ken­stra­te­gie in den Bereich des kun­den­ori­en­tier­ten Mar­ke­tings. Sie wirkt aber zuneh­mend auch in ande­re Abtei­lun­gen hin­ein und ver­folgt ent­spre­chend ande­re Zie­le.

War­um eine Brand Gui­de­li­ne auch für die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on wich­tig ist

Für poten­zi­el­le Käufer:innen ist es beson­ders wich­tig, ein Unter­neh­men sofort zu erken­nen, damit sie sich für es ent­schei­den kön­nen. Mit einer funk­tio­nie­ren­den Brand Gui­de­li­ne machen wir es unse­ren Kund:innen leich­ter, sich für uns zu ent­schei­den.

Es gibt aber noch einen wei­te­ren wich­ti­gen Bereich, in dem eine Brand Gui­de­li­ne not­wen­dig ist: Employ­er Bran­ding. Wer sein Unter­neh­men als star­ke Arbeit­ge­ber­mar­ke posi­tio­nie­ren will, braucht dafür eben­so Richt­li­ni­en wie für das klas­si­sche Mar­ke­ting. Und zwar aus fol­gen­den Grün­den:

1. Mit einer kon­se­quen­ten Mar­ken­po­si­tio­nie­rung ist dein Unter­neh­men pro­fes­sio­nell

Ein benut­zer­freund­li­ches, ein­heit­li­ches Design spricht die Men­schen an und ver­mit­telt Kom­pe­tenz und Sicher­heit. Genau das möch­test du in der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on errei­chen. Zum einen, um dei­nen jet­zi­gen Mitarbeiter:innen immer wie­der zu zei­gen, dass euer Unter­neh­men erfolg­reich und sta­bil ist. Zum ande­ren, um für inter­es­sier­te Bewerber:innen ein reprä­sen­ta­ti­ves Aus­hän­ge­schild zu haben. Die Bot­schaft dahin­ter: Bei uns arbei­test du nicht in irgend­ei­nem Unter­neh­men, son­dern in einem renom­mier­ten Unter­neh­men mit ent­spre­chen­dem Stan­ding.

2. Ein ein­heit­li­cher Mar­ken­auf­tritt zeigt Per­sön­lich­keit

Wenn sich Logos stän­dig ändern, Far­ben nicht ein­ge­hal­ten wer­den oder auch der Tone of Voice stän­dig wech­selt, zeugt das nicht gera­de von unter­neh­me­ri­schem Selbst­be­wusst­sein. Mit einer ein­heit­li­chen Brand Gui­de­li­ne hin­ge­gen gelingt es, Per­sön­lich­keit aus­zu­strah­len und sich von ande­ren Unter­neh­men abzu­he­ben. Man signa­li­siert, dass man weiß, wer man ist - und dass man sich nicht bei jeder Klei­nig­keit ver­biegt. Das ist authen­tisch und begeis­tert nicht nur Kund:innen, son­dern auch Mitarbeiter:innen und sol­che, die es wer­den sol­len.

3. Mit einer kohä­ren­ten Mar­ke erreichst du dei­ne Ziel­grup­pe

Wenn dei­ne Brand Gui­de­li­ne funk­tio­niert, dann passt sie sowohl zu dir als Unter­neh­men als auch zu den Men­schen, die du über­zeu­gen willst. Das hat immer etwas mit Posi­tio­nie­rung zu tun: Wenn man sich für ein bestimm­tes Design ent­schei­det, spricht man damit bestimm­te Men­schen an - und ande­re nicht. Das Glei­che gilt für eine bestimm­te Tona­li­tät und natür­lich für die Cor­po­ra­te Iden­ti­ty über­haupt. In dem Moment, in dem ich eine Mar­ke schaf­fe, posi­tio­nie­re ich mich auto­ma­tisch. Und das heißt, ich errei­che zwar nicht alle Men­schen ein biss­chen, aber ich errei­che mei­ne eigent­li­che Ziel­grup­pe viel stär­ker. Im Recrui­t­ing, aber auch in der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on ist das Gold wert. Denn man will ja, dass die Men­schen, die mit einem arbei­ten, die eige­nen Wer­te und den Pur­po­se tei­len. Mit einer fun­dier­ten Brand Gui­de­li­ne bie­test du dafür die bes­te Basis.

4. Brand Gui­de­li­ne unter­stützt die Unter­neh­mens­kul­tur

Men­schen sind immer dann beson­ders moti­viert, wenn sie sich als Teil einer Gemein­schaft ver­ste­hen. Des­halb haben Par­tei­en Emble­me, Sport­ver­ei­ne Fah­nen und gan­ze Län­der Spra­chen. Das sind alles Sym­bo­le. Und wenn wir sie tei­len, füh­len wir uns zuge­hö­rig. Das gilt auch für Unter­neh­men und ihre Mar­ken. Durch ein­heit­li­che Auf­trit­te in Design und Wor­d­ing, aber auch durch kon­se­quent ver­tre­te­ne Wer­te gestal­ten Unter­neh­men einen gemein­sa­men Rah­men für alle Mitarbeiter:innen. Ohne die­sen gibt es im Prin­zip kei­ne Unter­neh­mens­kul­tur. Und ohne Unter­neh­mens­kul­tur - kein Erfolg.

5. Brand Gui­de­li­nes erleich­tern die Arbeit für Personaler:innen

Nicht nur das Mar­ke­ting braucht Mar­ken­richt­li­ni­en, um nicht jeden Tag bei Null anfan­gen zu müs­sen. Wenn ihr eine star­ke Gui­de­li­ne für eure Mit­ar­bei­ten­den­kom­mu­ni­ka­ti­on habt, macht ihr es euren HR-Ver­ant­wort­li­chen leich­ter - und die Qua­li­tät eurer HR-Maß­nah­men steigt.

Wie erstellt man Brand Gui­de­li­nes?

Eine Brand Gui­de­li­ne defi­niert in prä­gnan­ten Sät­zen oder Stich­wor­ten, was euch als Mar­ke aus­macht. Am bes­ten geht man dabei nach Bran­ding-Berei­chen vor:

1. Iden­ti­tät

Hier geht es um zen­tra­le Fra­gen zu euch und eurer Unter­neh­mens­per­sön­lich­keit:

  • Wer seid ihr?
  • Was macht euch aus?
  • Was sind eure Wer­te? Wie spie­geln sich die­se in eurem Han­deln wider?
  • Was ist euer Rea­son Why?
  • Wie wollt ihr wahr­ge­nom­men wer­den?

2. Design

Wenn ihr bereits Design-Richt­li­ni­en für euer Mar­ke­ting fest­ge­legt habt, könnt ihr von die­sen aus­ge­hen und sie gege­be­nen­falls für eure Mit­ar­bei­ten­den­kom­mu­ni­ka­ti­on anpas­sen, z.B:

  • Logo-Richt­li­ni­en
  • Far­ben & Farb­ba­lan­ce
  • Haus­schrift & Textricht­li­ni­en
  • Bil­der & Bild­stil
  • Gra­fi­ken & Icons
  • Lay­out für E-Mails, Web­sei­ten, PPTs etc.

3. Ter­mi­no­lo­gie

Dies ist wahr­schein­lich der wich­tigs­te Bereich eurer Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on. Denn die Art und Wei­se, wie ihr kom­mu­ni­ziert, sagt viel über eure Wer­te aus und dar­über, wie ihr zusam­men­ar­bei­ten wollt. Die wich­tigs­ten Aspek­te des Wor­d­ing in der inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on:

  • Ton­fall, z.B. eher locker, eher förm­lich, duzen oder nicht duzen
  • Anre­de
  • Kern­aus­sa­gen
  • Eng­lisch oder Deutsch
  • Sprach­li­che Bil­der

War­um alle im Unter­neh­men die Brand-Gui­de­li­nes ken­nen soll­ten

Brand Gui­des sind nütz­lich, um die Mar­ke nach innen und außen zu stär­ken - wenn sie rich­tig ange­wen­det wer­den. Das funk­tio­niert nur, wenn alle die Gui­de­li­ne ken­nen. Nach einer Wei­le ergibt sich zum Bei­spiel der Tone of Voice aus der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wir Men­schen reagie­ren kom­mu­ni­ka­tiv meist durch Nach­ah­mung: So wie jemand mit mir spricht, so ant­wor­te ich. Trotz­dem soll­te die Gui­de­li­ne für neue Mitarbeiter:innen pro­ak­tiv bewor­ben wer­den, damit sie nicht erst müh­sam erfüh­len müs­sen, was eure Mar­ke defi­niert, son­dern es von Anfang an wis­sen.

Brand Gui­de­li­ne - ein Para­de­bei­spiel für nütz­li­chen E-Lear­ning-Con­tent

Wir bei SAPE­RED sind Fans von digi­ta­len Lösun­gen. Das heißt aber nicht, dass wir unse­ren Kund:innen E-Lear­ning per se emp­feh­len. Alles hängt vom Lern­in­halt, der Ziel­grup­pe, den Rah­men­be­din­gun­gen und den Lern- und Geschäfts­zie­len ab. Eine Brand Gui­de­li­ne ist ein idea­les Bei­spiel dafür, wel­che Inhal­te in digi­ta­len Trai­nings gut ver­mit­telt wer­den kön­nen. Wenn es bereits eine Lern­platt­form für die Mit­ar­bei­ten­den gibt, kann die Gui­de­li­ne dort gut plat­ziert wer­den.

Anders sieht es bei der Erstel­lung von Brand Gui­de­li­nes aus. Hier ist krea­ti­ves Mit­ein­an­der und Aus­pro­bie­ren gefragt - am bes­ten in einem Work­shop mit viel Inter­ak­ti­ons­po­ten­zi­al.

Klingt span­nend? Dann lass uns reden. Egal, ob du eine Brand Gui­de­li­ne oder ein ande­res wich­ti­ges Unter­neh­mens­the­ma für dei­ne Mitarbeiter:innen ver­ständ­lich machen willst - wir fin­den die bes­te Form für euer Trai­ning. Mel­de dich jetzt für ein kos­ten­lo­ses Bera­tungs­ge­spräch an, wir freu­en uns auf dich!

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