Beste Bücher Dani­el H. Pink | Dri­ve – Was Sie wirk­lich moti­viert

I’m con­vin­ced that our basic natu­re is to be curious and self-direc­ted.”

Jeden Tag aufs Neue beschäf­ti­gen wir uns mit dem The­ma Moti­va­ti­on:

  • Die ers­te Hür­de am Mor­gen, wenn wir das Bett ver­las­sen.
  • Eine nicht enden wol­len­de Dis­kus­si­on beim Haus­auf­ga­ben­ma­chen mit den Kin­dern.
  • Unser Antrieb für das abend­li­che Vol­ley­ball-Trai­ning.

Wie schön, wenn ein Buch sich auf so vie­le Sei­ten des Lebens bezie­hen lässt: Dri­ve – Was Sie wirk­lich moti­viert” ist so ein Buch

Wor­um geht es? Ihr ahnt es schon: Moti­va­ti­on.

Für uns nicht nur pri­vat ein wich­ti­ges The­men­feld, son­dern auch beruf­lich: Zum einen wol­len wir unse­re eige­ne Moti­va­ti­on bei SAPE­RED hoch­hal­ten, zum ande­ren wol­len und müs­sen wir Men­schen moti­vie­ren, sich stän­dig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Damit war Dri­ve“ auf unse­rer Lese­lis­te.

Beste Bücher März 14, 2022 Janine Kappenberg 8 min

Wor­um geht es?

Wir leben in einer hoch­kom­ple­xen Gesell­schaft, in der der Haupt­teil unse­rer Arbeit krea­tiv, empa­thisch und nicht rou­ti­niert ist. Die seit der ers­ten indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on ange­wand­ten Füh­rungs­prak­ti­ken funk­tio­nie­ren nicht mehr. Im Gegen­teil: sie sind kon­tra­pro­duk­tiv.
Soweit die Aus­gangs­la­ge.

Um die­se zu ver­deut­li­chen, unter­schei­det Pink zu Beginn des Buches zwi­schen zwei Ver­hal­tens­ty­pen: Typ X und Typ I. Typ X ist über­wie­gend extrinsisch (x wie extrinsisch) moti­viert und fokus­siert sich daher mehr auf die extrinsi­sche Beloh­nung für das Ergeb­nis sei­ner Arbeit. Typ I ist hin­ge­gen intrinsisch (i wie intrinsisch) moti­viert und schöpft sei­ne Ener­gie über­wie­gend aus der Arbeit an sich. Pink zieht meh­re­re Stu­di­en her­an, die kla­re Nach­tei­le von extrinsisch moti­vier­tem wenn, dann“-Verhalten auf­zei­gen: Es kann intrinsi­sche Moti­va­ti­on und Leis­tung ver­rin­gern, Krea­ti­vi­tät unter­drü­cken, gutes Ver­hal­ten ver­drän­gen, kurz­fris­ti­ges Den­ken, Abkür­zun­gen und Schum­meln för­dern und abhän­gig“ machen (mit der extrinsi­schen Moti­va­ti­on ist es wie mit dem Kon­sum von Dro­gen: ich muss stän­dig die Dosis erhö­hen, um den glei­chen Kick zu errei­chen). Extrinsi­sche Moti­va­ti­on soll­te also mit Bedacht und nur in aus­ge­wähl­ten Situa­tio­nen ein­ge­setzt wer­den.

Die meis­ten Fir­men, aber auch Ein­rich­tun­gen wie Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten, funk­tio­nie­ren nach einem Sys­tem, das extrinsisch moti­vier­tes Ver­hal­ten för­dert. Des­halb plä­diert Pink dafür, ein neu­es Betriebs­sys­tem“ zu erschaf­fen, das ein Typ I-Ver­hal­ten unter­stützt und för­dert. Denn intrinsisch moti­vier­te Men­schen sind nicht nur leis­tungs­fä­hi­ger, sie sind in der Regel auch zufrie­de­ner, gesün­der und men­tal aus­ge­gli­che­ner.

Der Schlüs­sel zur intrinsi­schen Moti­va­ti­on liegt laut Pink in drei Ele­men­ten: Auto­no­mie, Kom­pe­tenz und Zuge­hö­rig­keit durch Pur­po­se. Laut Pink ist es ein grund­le­gen­des, mensch­li­ches Bedürf­nis über unser (Arbeits-)Leben zu bestim­men, zu ler­nen und Neu­es zu kre­ieren; uns selbst und die Welt zu ver­bes­sern. Eine Umge­bung zu schaf­fen, die die­se drei Bedürf­nis­se auf­greift und befrie­digt, ist nun die Auf­ga­be. Dafür gibt Dri­ve Inspi­ra­ti­on mit vie­len Bei­spie­len von Fir­men, die sich die­ser Auf­ga­be erfolg­reich ange­nom­men haben.


Was bedeu­tet das für uns?

Für uns ist es wich­tig, bei SAPE­RED eine Kul­tur zu schaf­fen, in der wir uns ent­fal­ten kön­nen, in der alle Mitarbeiter:innen sich wei­ter­ent­wi­ckeln und SAPE­RED aktiv mit­ge­stal­ten. Das ist eine fort­lau­fen­de Auf­ga­be und Her­aus­for­de­rung, über die wir in die­sem Blog­ar­ti­kel berich­tet haben.

Und natür­lich treibt uns das The­ma Moti­va­ti­on um, wenn wir Trai­nings ent­wi­ckeln: Wie ver­knüp­fen wir die per­sön­li­che Ent­wick­lung des Ein­zel­nen mit den Unter­neh­mens­zie­len, schaf­fen Frei­räu­me und ermu­ti­gen die Ler­nen­den, die­se zu nut­zen?

Von Dani­el H. Pink haben wir dies­be­züg­lich gelernt, dass das Lern­um­feld und die Lern­kul­tur in Unter­neh­men eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len. Hier muss ein Mind­set geschaf­fen wer­den, das:

  • lebens­lan­ges Ler­nen als Teil der Unter­neh­mens­kul­tur eta­bliert,
  • Wei­ter­ent­wick­lung als all­täg­lich ansieht,
  • und Mitarbeiter:innen mit­be­stim­men lässt, was sie ler­nen wol­len, wann und wie sie ler­nen wol­len.

Dani­el H. Pink zitiert in sei­nem Buch zahl­rei­che Stu­di­en, die sei­ne Theo­rie unter­stüt­zen. Gleich­zei­tig zeigt er auf, dass die Busi­ness­welt oft ein ganz ande­res Bild von Moti­va­ti­on hat. Oft herrscht die Über­zeu­gung, dass Moti­va­ti­on durch extrinsi­sche Mit­tel erkauft wer­den kann, Men­schen nach Mus­tern funk­tio­nie­ren müs­sen und Pur­po­se mit wirt­schaft­li­chem Erfolg gleich­zu­set­zen ist. Wir hal­ten es da wie Pink: wir hal­ten die­se Ansicht für nicht mehr mit der moder­nen Gesell­schaft und Arbeit zu ver­ei­nen. Wir wol­len das ändern.

Auch wenn sich die Eltern unter uns an man­chen Stel­len von Dri­ve pein­lich erwischt füh­len („Wenn du dein Zim­mer nicht auf­räumst, wird heu­te kein You­Tube mehr geguckt!“), ist das Buch sehr ange­nehm zu lesen und gibt vie­le Bei­spie­le, wie man beruf­lich und pri­vat ein moti­vie­ren­des Umfeld schafft. Das fin­den wir gut. Daher lau­tet unse­re kla­re Emp­feh­lung: lesen!

Arti­kel tei­len

Main-Takea­ways

  1. Die Gesell­schaft und die Arbeits­welt ver­än­dern sich mas­siv - unser Ver­ständ­nis von Füh­rung muss drin­gend nach­zie­hen

  2. Die Schlüs­sel für Moti­va­ti­on: Auto­no­mie, Kom­pe­tenz und Zuge­hö­rig­keit durch Pur­po­se

  3. Intrinsi­sche Moti­va­ti­on schlägt extrinsi­sche Moti­va­ti­on - immer

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