Lern­spie­le – Mit Spiel und Spaß zum Lern­er­folg

Lernspiele für Erwachsene sind eine gute Ergänzung zu den herkömmlichen Lernmaterialien.

Wer den Begriff Lern­spie­le“ hört, denkt ver­mut­lich zuerst an Spie­le für Kin­der. Im Rah­men der Erwach­se­nen­päd­ago­gik setzt sich aller­dings der Trend der Lern­spie­le für Erwach­se­ne durch. Die­se Spie­le ver­mit­teln z.B. berufs­re­le­van­tes Wis­sen und die­nen der För­de­rung der Mit­ar­bei­ten­den. Beson­ders für Unter­neh­men lohnt sich ein nähe­rer Blick auf die Lern­spie­le in der Erwach­se­nen­bil­dung.

Oktober 06, 2022 Jeannine Lade-Berns 5 min

Was sind Lern­spie­le?

Als Lern­spie­le bezeich­net man Spie­le, die neben den rein spie­le­ri­schen Ele­men­ten auch Inhal­te und Mecha­nis­men beinhal­ten, die den Spieler:innen Lern­in­hal­te oder bestimm­te Fer­tig­kei­ten ver­mit­teln. Da unser kind­li­cher Spiel­trieb auch im Erwach­se­nen­al­ter fort­lebt, sind Lern­spie­le ein guter Weg, um umfas­sen­de Lern­ef­fek­te zu erzie­len, die intrinsi­sche Moti­va­ti­on anzu­re­gen und Mit­ar­bei­ten­de in Unter­neh­men zur Wei­ter­bil­dung zu moti­vie­ren. Ihre Her­kunft haben Lern­spie­le in der Didak­tik, wo sie der inter­ak­ti­ven Ver­mitt­lung von Lern­stoff die­nen. Spie­len­de sol­len dabei weder unter­for­dert noch über­for­dert wer­den.

Was gibt es für Lern­spie­le?

Im Bereich der Lern­spie­le exis­tie­ren eine Viel­zahl an Spie­len für ver­schie­de­ne Alters­klas­sen, die den Spie­len­den Wis­sen oder Fähig­kei­ten näher­brin­gen. Für jede Alters­klas­se gibt es ande­re Spie­le, die beson­ders geeig­net sind, um Inhal­te opti­mal zu kom­mu­ni­zie­ren. Neben fach­spe­zi­fi­schem Wis­sen för­dern Lern­spie­le unter­schied­li­che Kom­pe­ten­zen:


Lern­spie­le zur Ver­bes­se­rung der Sozi­al­kom­pe­tenz

Sozia­le Kom­pe­tenz gehört zu den Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen im Pri­vat- und Berufs­le­ben. In der Erwach­se­nen­bil­dung sind vor allem Grup­pen- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­spie­le rele­vant, die Teil­neh­men­de in Kon­takt mit­ein­an­der brin­gen. Beliebt sind in die­sem Rah­men z.B. spie­le­ri­sche Simu­la­tio­nen sozia­ler Situa­tio­nen, die Feed­back zum eige­nen Ver­hal­ten beinhal­ten.


Lern­spie­le zur Ver­bes­se­rung der Kon­zen­tra­ti­on

Bei Kon­zen­tra­ti­ons­spie­len kommt es vor allem auf das indi­vi­du­el­le Ler­nen an. Eine ruhi­ge Umge­bung ist ent­schei­dend, damit Spie­len­de sich voll und ganz auf die Auf­ga­be fokus­sie­ren kön­nen. Die Her­aus­for­de­rung der kogni­ti­ven Fähig­kei­ten durch kniff­li­ge Auf­ga­ben, Rät­sel oder Quiz, z.B. im Rah­men von Gami­fi­ca­ti­on, kann dabei hel­fen, die Kon­zen­tra­ti­on zu stei­gern. Vor allem, wenn das Ler­nen mit Spaß kom­bi­niert wird, ist das Errei­chen des effek­ti­ven Flow-Zustands wahr­schein­lich. Hier­bei ver­geht für die Spie­len­den die Zeit wie im Flug und sie asso­zi­ie­ri­en das Gelern­te mit einem posi­ti­ven Gefühl.


Lern­spie­le zur Ver­bes­se­rung der Moto­rik

Zur För­de­rung der Moto­rik setzt man häu­fig Geschick­lich­keits­spie­le ein. Spie­le mit einem Ball oder auch Video­spie­le, die die Auge-Hand-Koor­di­na­ti­on ver­bes­sern, sind dabei belieb­te Instru­men­te.


Lern­spie­le zur Ver­bes­se­rung des Den­kens

Logi­sche Zusam­men­hän­ge erken­nen, Infor­ma­tio­nen und Fak­ten ver­knüp­fen, Pro­ble­me lösen – Lern­spie­le för­dern spie­le­risch all die­se Fähig­kei­ten. Neben Spie­len, die kon­kre­te Auf­ga­ben stel­len, hel­fen auch Kno­bel­spie­le wie Sudo­ku dabei, die kogni­ti­ven Fähig­kei­ten des Gehirns zu stär­ken und zu ver­bes­sern.

Was för­dern Lern­spie­le?

Lern­spie­le bie­ten abseits der kon­kre­ten Lern­ef­fek­te für ein bestimm­tes The­ma auch das Poten­zi­al, wei­te­re Fähig­kei­ten zu stär­ken:

  • Höhe­re Moti­va­ti­on bei all­täg­li­chen, beruf­li­chen Auf­ga­ben
  • Stär­kung und Auf­recht­erhal­tung der geis­ti­gen Fähig­kei­ten
  • Stär­kung der Fähig­keit, sich auf neue Situa­tio­nen und Her­aus­for­de­run­gen ein­zu­las­sen
  • Ver­bes­se­rung des Team­geists
  • Stär­kung des Selbst­be­wusst­seins, auf die eige­nen Fähig­kei­ten zu ver­trau­en
  • För­de­rung von Spaß an der Arbeit
Für die Unternehmenskultur und den Teamgeist sind Spiele der Erwachsenenbildung ein optimales Instrument.
Gruppenspiele und Kommunikationsspiele in der Erwachsenenbildung

Wel­che Vor­tei­le haben Lern­spie­le?

In der Erwach­se­nen­päd­ago­gik genie­ßen Lern­spie­le durch die posi­ti­ven indi­vi­du­el­len Effek­te bereits einen exzel­len­ten Ruf. In Unter­neh­men gewinnt das The­ma im Zuge von Gami­fi­ca­ti­on und E-Lear­ning immer mehr an Bedeu­tung. Die fol­gen­den Vor­tei­le haben in vie­len Fäl­len posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die beruf­li­che Per­for­mance:

  • Ent­de­cken bis­her uner­kann­ter Poten­zia­le, Talen­te und Fähig­kei­ten
  • För­de­rung der geis­ti­gen und moto­ri­schen Fähig­kei­ten
  • För­de­rung der Sozi­al­kom­pe­tenz, z.B. durch Gemein­schafts­spie­le
  • Unter­stüt­zung von Lern­pro­zes­sen und -ergeb­nis­sen durch posi­ti­ve Emo­tio­nen
  • För­de­rung von Fle­xi­bi­li­tät
  • Stär­kung des Selbst­ver­trau­ens
  • Ver­bes­se­rung des Erin­ne­rungs­ver­mö­gens
  • Umset­zung und Erler­nen von Selbst­wirk­sam­keit

Wel­che Lern­spie­le sind für Erwach­se­ne geeig­net?

All­ge­mein geeig­net sind sol­che Spie­le, die die Vor­aus­set­zun­gen des RAMP-Modells erfül­len. Die­ses besagt, dass es vier Trei­ber gibt, die erklä­ren, war­um Ler­nen­de die ihnen gestell­ten Auf­ga­ben lösen. Die Trei­ber für die intrinsi­sche Moti­va­ti­on sind:

  • Rela­ted­ness: Ver­lan­gen, sich mit ande­ren ver­bun­den zu füh­len
  • Auto­no­my: Ver­lan­gen nach Frei­heit im eige­nen Han­deln
  • Mas­te­ry: Ver­lan­gen, in etwas bes­ser zu wer­den und Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern
  • Pur­po­se: Ver­lan­gen danach, dass das eige­ne Han­deln einem grö­ße­ren Zweck dient und einen Sinn hat

Für die Erwach­se­nen­bil­dung fin­den sich eine Viel­zahl ver­schie­de­ner Spie­le, die in die­ses Modell pas­sen. Zu den klas­si­schen Spie­len gehö­ren dabei Wis­sens-Quiz­ze, Ana­ly­se-Spie­le oder Pro- und Kon­tra-Dis­kus­sio­nen, bei denen Teil­neh­men­de spie­le­risch eige­ne Fähig­kei­ten stär­ken oder ihr Wis­sen ver­tie­fen. Eine ande­re Vari­an­te sind digi­ta­le Lern­spie­le. Dazu zäh­len digi­ta­le Lern­ma­te­ria­li­en, Simu­la­tio­nen oder Mobi­le Lear­ning Apps, die vor allem das indi­vi­du­el­le Ler­nen anspre­chen.

Spie­lend leicht in Ihrem Unter­neh­men inte­grie­ren:

Lern­spie­le bie­ten Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ten­den die Mög­lich­keit, Poten­zia­le zu erken­nen. Bei SAPE­RED hel­fen wir Ihnen, dabei das Maxi­mum an Leis­tung zu errei­chen.

Fazit

Spie­le sind in der Erwach­se­nen­bil­dung ein stark wach­sen­des The­ma. Durch die gro­ßen Poten­zia­le, die sie in der Wei­ter- und Fort­bil­dung von Mit­ar­bei­ten­den haben, sind Lern­spie­le beson­ders für Unter­neh­men ein inter­es­san­tes Feld. Da Mitarbeiter:innen und Unter­neh­men glei­cher­ma­ßen vom Ein­satz der Spie­le pro­fi­tie­ren, ist die Inte­gra­ti­on von Lern­spie­len eine unschlag­ba­re Win-win-Situa­ti­on für alle Betei­lig­ten.

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